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Naturnahe Spiel- und Pausenplätze




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Naturnahe Spiel- und Pausenplätze




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11. August 2021 | Katja Glogner, Stiftung Naturama Aargau

D. Partizipation

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e. Partizipationsmethoden

Welche Partizipationsmethoden sind für die Planung und Gestaltung eines Spiel- und Pausenplatzes geeignet?

Für eine erfolgreiche Beteiligung der Schülerinnen und Schüler sind die Haltung der Schule bzw. der Arbeitsgruppe gegenüber der Schülerschaft sowie die verbindliche Umsetzung ihrer Anliegen besonders wichtig. Grundsätzlich gilt: Kein Partizipationsprozess gleicht dem anderen. Bei jeder Planung eines naturnahen Spiel- und Pausenplatzes variieren die Rahmenbedingungen (Zeit, Finanzen, Ablauf, Entscheidungsprozess und Umsetzbarkeit) sowie die Zusammensetzung der Beteiligten, vor allem aber auch die Partizipationsmöglichkeiten je nach Altersstufen der Schülerinnen und Schüler. Ist die eingesetzte Partizipationsmethode bei der einen Schule erfolgreich, heisst dies nicht, dass sie auch bei einer anderen Schule zum Erfolg führt. Beispiele anderer Schulen geben zwar wertvolle Impulse für eigene Partizipationsprojekte, benötigen aber eine Anpassung an lokale und organisatorische Gegebenheiten.

Je nach Methode und Phase im Partizipationsprozess variiert auch die Leitung. Mit der Leitung wird idealerweise eine Lehrperson oder andere Fachperson, die Erfahrung mit Partizipation hat, betraut. Sie sollte die Haupt- und Zwischenziele transparent, klar und zielgruppengerecht formulieren und kommunizieren.

Die Auswahl der Partizipationsmethoden (z.B. Begehung, Erkundung und Bewertung, Planungswerkstatt, Modellbau, Mitmachbautag etc.) hängt von der Projektphase, den Schülerinnen und Schülern sowie der zur Verfügung stehenden Zeit ab. Nicht alle Partizipationsmethoden sind für jede Gruppengrösse geeignet und je handlungsorientierter die Methoden sind (zeichnen, fotografieren, bauen etc.), desto aktiver machen die Schülerinnen und Schüler mit. In der Praxishilfe QuAKTIV (siehe weiterführende Links) werden einzelne Methoden ausführlich beschrieben.

Wichtig ist die Wahl einer geeigneten Partizipationsmethode und deren Vorbereitung durch die Leitung. Ebenfalls ist die Moderation der Durchführung wichtig – ein kompetentes und authentisches Auftreten und klare Regeln innerhalb des partizipativen Prozesses (Handzeichen, zeitliche Begrenzung der einzelnen Statements, einander ausreden lassen etc.). Auch eine passende Umgebung, in der sich alle wohlfühlen (keine unnötigen Lärmquellen etc.), trägt zum Erfolg bei. Protokollieren Sie die Partizipationsmethoden, die wichtigsten Ergebnisse und den gesamten Prozess. Weitere Tipps finden Sie in der Praxishilfe QuAKTIV.

  • Praxishilfe «Naturnahe Freiräume für Kinder und mit Kindern planen und gestalten» QuAKTIV (Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW und Hochschule für Soziale Arbeit, 2016): www.quaktiv.ch (inkl. pdf-Broschüre und Literaturhinweise)

  • Gesundheitsförderung Schweiz > Partizipation: www.quint-essenz.ch